Joleena. Fashion Blog from Hamburg.: Lifehacks: Die große(n) berufliche(n) Entscheidung treffen.

Monday, October 17, 2016

Lifehacks: Die große(n) berufliche(n) Entscheidung treffen.

Ich möchte heute mit einer neuen Kategorie starten namens "Lifehacks". In dieser Kategorie möchte ich euch Erfahrungen, Strategien oder Produkte zeigen, die mein Leben ein bisschen verbessert haben. Natürlich kann ich euch nicht versprechen, dass sie für jeden passend sind und auch nicht, dass sie gerade euer Leben verbessern werden. Aber wir geben dem Ganzen jetzt eine Chance. ;)

Meine Schwester, zarte 18 Jahre, steht nun vor der großen Entscheidung, wie es nach der schulischen Laufbahn weitergehen soll. Das ist eine verdammt große Entscheidung, denn plötzlich hat man unendlich viele Möglichkeiten. Und man möchte sich richtig entscheiden. Wenn man sich das erste Mal entscheiden muss, ist es noch angsteinflößender, schließlich hat man keine Erfahrung im Entscheiden. Ich habe in meinem Leben schon einige Entscheidungen getroffen und möchte meiner Schwester gerne sagen, dass sie keine Angst haben muss, denn selbst die Dinge, die man anders entschieden hätte, hätte man sie vorher gewusst, machen den Erfahrungsschatz reicher und stärken den Charakter. Aber es wird sie wenig beruhigen.

Als ich 18 wurde, hatte ich ebenfalls keinen blassen Schimmer, was ich mit meinem Leben anstellen wollte. Meine Eltern sagten - und das rechne ich ihnen bis heute hoch an - dass ich werden könne, was ich wolle, denn ich müsse mein Leben damit verbringen und es müsste mich glücklich machen. Sie vertrauten mir auch, dass ich vernünftige Entscheidungen treffen würde und das bestärkte mich. Keines der Schulfächer machte mir wirklich Spaß - mit Ausnahme von Kunst und Sport. Classic one. Neben der Schule habe ich lediglich Erfahrungen im Bereich Gastro sammeln können, und das Praktikum auf dem Dorf in der 9ten Klasse fand ich einfach nur furchtbar. Die Arbeitswelt ging bis 17 Uhr - für mich damals eine traumatisierende Katastrophe, über die ich heute natürlich lachen muss. 

  
Die Schule hat mich nicht inspiriert. Ich hatte keinen Spaß an Formeln und mathematischen Gleichungen und ich fand auch die beruflichen Schnupperkurse schrecklich. Aber eine Sache hat mich wirklich fasziniert. Der Schul-Wettbewerb "Jugend gründet." Plötzlich bildeten wir ein Team. Jeder bekam seinen Stärken nach Aufgaben zugeteilt. Wir entwickelten einen Kleiderschrank, der nach Wetterlage, aktuellen Trends und persönlichen Vorlieben, Outfits auf ein Foto seiner eigenen Person zusammenstellte. Wir dachten uns sogar eine chip-basierte Technologie aus. Ihr lacht jetzt, weil solche innovativen Ideen zuhauf auf dem Markt exisiteren - aber unsere kleinen Mädchenköpfe, die damals keine Smartphones mit Apps und Augmented Reality besaßen - weil es sowas noch nicht gab - stießen von alleine auf das Bedürfnis Outfit-Beratung zu erhalten. Und prompt wurden wir ausgezeichnet, als eine der 5 besten Ideen in Deutschland. 


Damals bemerkte ich, dass Mode eine große Leidenschaft von mir sein würde. Aber auch das unternehmerische Denken, dass mir kein zweites Mal in meiner gesamten, schulischen Laufbahn begegnete, spitzte meine Motivation an. Meine ersten Gedanken Mode-Designerin werden zu wollen, ließ ich wieder fallen - man sagte mir, dass man von Kunst nicht leben könne. Was aber tun, wenn man nicht diesen einen lichten Moment hat, in dem man bemerkt, was einem wirklich Spaß macht? In der Schule hängt und diese theoretischen, speziellen Themen einfach nicht leiden kann? Aber nicht nur nach der Schule muss man sich diese Fragen stellen. Auch nach der ersten Ausbildung, die einem keinen Spaß bereitet hat, oder dem staubtrockene Studium, das man abgebrochen hat. Sogar nach den ersten zwei Berufsjahren kann man in die "Quarterlife Crisis" kommen. "Ist das, was ich gerade mache, das, was mich wirklich ausfüllt?" Noch schlimmer: "Soll ich das jetzt die nächsten 45 Jahre weitermachen?"

Hier meine Tipps, wenn man vor einer großen, beruflichen Entscheidung steht, oder wenn man mit einer allgemeinen Unzufriedenheit kämpft:

1) Sich Zeit nehmen. Am besten eine Verabredung mit sich selbst. Heute nehme ich mir vor zu recherchieren, was ich im Leben machen möchte. 

2) Mir persönlich hilft es mich kreativ auszubreiten. Der Schreibtisch wird abgeräumt und nur die Dinge, die ich inspirierend und anregend finde, landen auf dem Tisch. Das sind in der Regel ein leerer Block, bunte Stifte und inspirierende Bilder, Magazine, ... wie gesagt, in meinem Fall bestand schon immer die Lust an kreativem Arbeiten. Hier bitte abstrahieren, was euch inspiriert. Wenn es der Taschenrechner sein sollte, auch diesen bereit legen. ;)


3) Zunächst einmal auf einen Zettel folgende Fragen notieren: "Was kann ich wirklich gut?" Damit sind nicht die Schulfächer gemeint, sondern was man einfach gut kann (z.B. organisieren, einrichten, mitfühlen...) Und dann "Was interessiert mich wirklich?" - Diese Frage dürfte nicht so schwer zu beantworten sein. Denn jeder interessiert sich für irgendwas. Selbst wenn es für Computer-Spiele ist. Und nun "Welche realen Personen findest du inspirierend?" - Hier würde ich z.B. erfolgreiche Menschen in meinem Umfeld nennen, die aus wenig viel gemacht haben und sich nun keine Sorgen mehr über ihre Altersvorsorge machen müssen, aber auch glückliche Menschen, die es einfach schaffen, jede noch so schwierige Situation in positive Energie umzuwandeln, aus allem das Beste machen wollen und keine lähmenden Zweifel aufkeimen lassen. Im besten Fall ist man beides: erfolgreich und glücklich. (Wichtiger aber ist das Glücklichsein. weil Punkt 4)

4) Und nun trichtert euch folgendes ein: Stay positive! Die negativen Menschen, die jeden Tag über zwanzig verschiedene Dinge meckern und auch wirklich glauben, dass sie allen Grund dazu haben unzufrieden zu sein, werden im Leben nicht erfolgreich und schon gar nicht glücklich. (Ich rede nicht von heftigen Schicksalschlägen, sondern von "Ich bin genervt, weil es regnet." oder "Ich bin unzufrieden, weil mein Chef ein Arsch ist." Diese Menschen stehen sich jeden Tag von Neuem selbst im Weg. Wer hoch hinaus will und von einer erfolgreichen, glücklichen Zukunft träumt, muss eine Vision haben. Weitsichtig denken. Was kann ich tun, damit es besser wird? Damit ich sie erreiche? (Und manchmal ist eben auch zu kündigen, wenn der Chef ein Arsch ist. Punkt.) (Siehe Zitat auf dem folgenden Bild!)


5) Dieser Punkt ist vor allem für Berufseinsteiger interessant. Die Bundesagentur für Arbeit bietet Berufsberatung an. Man kann einen Termin vereinbaren und sich kostenlos beraten lassen. (Schließlich hat der Staat ein großes Interesse daran, dass du arbeitest. ;)) Sie werden bevorzugt Ausbildungen vorschlagen. Was aber gar nicht schlecht ist, denn dort lernst du die Arbeitswelt mit einem Welpenschutz kennen. Als Azubi hast du zwar weniger Verantwortung, aber darfst auch Fehler machen - UND du bekommst Einblicke in die Arbeitswelt, die du in einem Studium nur durch Praktika bekommen kannst. 

6) Wenn man unzufrieden ist, oder noch nicht weiß, was man machen will, gibt es auch Job-, Studien- oder Branchen-Messen, die man tlw. sogar kostenlos besuchen kann. Das Schöne ist: Die meisten Messenstände sind nur dort, weil sie dich suchen und bombardieren dich mit Info-Material. 

7) Frag Ältere. Deine große Schwester, deine Eltern (wobei du deren Meinung wahrscheinlich schon kennen wirst und diskutiere nur weiter mit ihnen, wenn dir ihre Meinung gefällt), frag auch die Menschen, von denen du denkst, dass du etwas Ähnliches wie sie machen möchtest, aber auch die, von denen du denkst, dass du niemals könntest, was sie können. (Je mehr Meinungen du sammelst, desto umsichtiger kannst du deine eigene bilden.) Was gefällt denen an der Berufswelt? Was finden sie gut? Worauf würden sie dich vorbereiten? Was würden sie dir raten?

8) Das Internet. Das gute Internet. Was gibt es für Berufe? Es gibt etliche Seiten, die Berufe von A-Z erklären. Studiengänge, Ausbildungen, all das kann man recherchieren. Auch, wenn man auf der Suche nach einem Job ist, lohnt es sich folgende Plattformen abzugrasen: Network- und Job-Gruppen auf Facebook, branchen- und nicht branchenbezogene Jobanzeigen-Plattformen, Firmen, die einen interessieren, haben ggf. "Karriere"-Seiten, wo sie ziemlich genau sagen, was sie suchen und was man mitbringen muss, Xing-Profile, von interessanten Persönlichkeiten und natürlich Blogs. :P

9) Und wenn das alles erstmal alles nichts ist, dem steht die Möglichkeit offen, sich erstmal von Praktikum zu Praktikum zu hangeln, auszuprobieren, um in möglichst viele Bereiche zu schauen, oder wenn es eben der Job ist, der unzufrieden macht, bitte einmal überlegen, ob die paar Punkte über die man sich ärgert, in anderen Firmen nicht ebenfalls auftreten würden und ob das Gehalt am Ende des Monats nicht ein feines Schmerzensgeld dafür ist. Schließlich kann nicht alles perfekt sein, Arbeit ist eben Arbeit und sie ist anstrengend. 


10) Wer sich selbst also einen Gefallen tun möchte, genießt die Zeit vor dem Beruf oder vor dem ernsthaft sesshaft werden und reist ein bisschen durch die Welt. 



Die abgebildeten Filzstifte ( ICH LIEBE FILZSTIFTE!!!) sind übrigens Frixion Colors von Pilot. Sie lassen sich radieren - was beim Entscheiden ebenfalls sehr hilfreich ist. Das ist ja das Nervige bei normalen Filzstiften; hat man erstmal den Stift angesetzt, ist es nicht mehr korrigierbar. Mit den "Frixies", wie ich sie jetzt liebevoll getauft habe, können Punkte auf Wunschlisten wieder verschwinden, wenn man sie erfüllt hat, oder tatsächlich ganz simpel wegradiert werden, wenn man sich verschrieben hat. Die Stifte zaubern alles weg; mit dem integrierten Radiergummi oder mit jedem anderen herkömmlichen Radiergummi ebenfalls. Fragt mich jetzt bitte nicht, wie das funktioniert, aber es funktioniert, siehe Beweisfoto unten.


Auf der Hompage von Pilot www.pilot-deine-story.de könnt ihr übrigens aktuell u.a. die Stifte, die Playstation 4, Bose Speaker und Spotify Premium Accounts (!!) gewinnen. Ich trag mich jetzt auch schnell ein und hoffe seeeehr die Bose Boxen oder die Premium Accounts zu gewinnen! :D 

in kreativer Zusammenarbeit mit Pilot.



3 comments:

  1. So ein schöner Beitrag!!! <3

    ReplyDelete
  2. Hi Joleena,

    ein toller Beitrag mit vielen hilfreichen Tipps für das große Thema Berufswahl! Ich würde gerne noch einen Linktipp ergänzen, der insbesondere bei der Frage nach dem richtigen Studienplatz hilfreich sein kann. Nämlich: www.studium-interessentest.de

    Hier findet man einen wissenschaftlich fundierten Interessentest, der einem zunächst hilft zu verorten wo die eigenen Interessen besonders ausgeprägt sind. Der Clou: im nächsten Schritt kann man das Ergebnis (das eigene Interessenprofil) in eine Studiengangssuche einfließen lassen, sodass einem aus allen grundständigen Studiengängen in Deutschland die präsentiert werden, die gut zum Interesse passen. Und von da aus kann man sich dann ja weiter informieren.

    Liebe Grüße
    Lisa

    ReplyDelete
  3. Ein sehr schöner Beitrag und es gefällt mir ganz wunderbar wie du die (echt genialen, warum gab es das zu meiner Kindheit nicht?!?!) Filzstifte untergebracht hast! :-)
    Ich war auch voll planlos nach dem Abi (mir gefiel Kunst und Deutsch. Mit diesen Studiengängen verdient man aber nix. Wenn man nicht super gut Kunst kann wird aus einem auch nix. Und die Vorlesung für alle interessierten die Lehramt studieren wollten, war schon so langweilig, dass ich das gleich hab sein lassen :D).
    In mein Studiengang (Business Management: Marketing, Marken und Medien) bin ich durch Zufall reingepurzelt. Wollte Eventmanagement studieren, aber der Kurs war voll und die Sekretärin hat mir dann den anderen Studiengang ans Herz gelegt :D
    Und was soll ich sagen, Bachelor ist fertig und ich hab mich das erstemal ernsthaft für das interessiert, was einem da vorne erzählt wurde und ich arbeite inwzischen seit 2 Jahren in dem Beruf und bin super happy damit! :-)

    xx Vie
    von www.viejola.de

    ReplyDelete